I had heard of Patti Scialfa (via Bruce) but it was not till recently on the release of Old Yellow Moon and the cover of Spanish Dancer by Emmylou Harris that I checked this out.
A Country Pop-Rock Beauty!
The songs are first rate as is her voice; this album should have been massive, a must buy.
Selbstverständlich ist über diese Aufnahme von Frau Springsteen bereits alles gesagt und gestritten worden - erstaunlicherweise polarisiert sie heute weniger als zum Zeitpunkt ihres Erscheinens, und das ist jetzt immerhin 20 Jahre her. Damals verblüffte sie mit ihrem Namen und ihrem "Stall": Scialfa wer? Ah, Springsteen. Hört man das? Ja und nein. Der Sound ist in etwa Springsteen "The River"-Zeiten, also sehr breit und hallig, dabei aber extrem schmal oder wohl eher flach. Ein wenig Phil Spector gepaart mit schlechtem Petty, was nicht weiter verwunderlich ist - ein Teil der Produktionsmannschaft hatte sie sich von Petty geliehen. Den Springsteen hört man in den kniffligen Parts einzelner Songs. Da hat er sich wohl über die Kompositionen brütende Gattin gebeugt und geflüstert "Schatz, versuch's doch mal da mit....".
Mir war sie im ersten Klangeindruck zu eingängig, poppig und zu schlecht produziert - siehe oben. Letzteres fiel trotz seiner Nähe zu den 80er auch damals schon auf. Also fliegt sie wieder raus. Jahre ziehen ins Land, manchmal erinner ich mich sogar an sie, da war doch dieser eine Titel, dieser Ohrwurm, doch auch der verblasst, wie hieß der doch gleich...vielleicht war es ja doch ein Fehler auf "delete" gedrückt zu haben?!
Emmylou Harris spielt in Frankfurt. Mittelgroße Halle, mit 2000 Leuten proppevoll. Um 20 Uhr solls losgehen - es ist 21 Uhr. Das Licht ist auf Hallenvollbeleuchtung. Techniker schrauben hier und schrauben da. Manchmal kommt ein Herr auf die Bühne - denn kenn ich doch?! - der irgendetwas an den Gitarren richtet. Es läuft das übliche Band mit Countrymusik von diesem und jenem, auch Emmylou. Die Menschen im Saal werden unruhig und laut. Irgendeiner der Techniker wechselt die Hallenmusik, dreht vor allem lauter, sehr laut. Und doch....erst fällt es Dir gar nicht auf, dann kommt's Dir bekannt vor und dann....dann hebt die Musik ab, beginnt zu fliegen! Das ist es, das ist der Song, den Du sieben Jahre zuvor in den Ohren hattest - und wie der jetzt klingt! Der Saal ist erfüllt von dieser Musik, diesem Song, diesem auf Deinen Bändchenboxen so schmal klingenden Sound: Valerie! Blöderweise hast Du natürlich vergessen wie der Song hieß. Fast bist Du drauf und dran Frau Harris danach zu fragen. Der unbekannte bekannte Herr war übrigens Herr Miller...
Das Konzert war fantastisch - auch wenn Frau Harris nicht Frau Scialfa sang. Das hatte sie zu diesem Zeitpunkt schon in ihrer Duett-Aufnahme mit Linda Ronstadt erledigt - als puren Country-Song übrigens. Du gehst also nach Hause und beginnst das Suchen - die CD ist tatsächlich gestrichen. Irgendein Internetversender hat noch ein Restexemplar. Sie kommt, Du verstehst all die Vorbehalte, die Du sieben Jahre zuvor hattest - doch irgendwie hast Du Dich in dieser Zeit wohl verändert. Nun hörst Du, was in dieser Aufnahme steckt - und zwar Song für Song. Allererste Pop-Country-Sahne - in schrägem Sound. Oder besser Rotwein, Chateau-Abfüllung. Sie wird nämlich von Jahr zu Jahr besser. Und es ist, neben all den andern famosen Songs, eben Valerie. Nichts symbolisiert, repräsentiert die Qualität eines Countrysongs so sehr wie dieser eine Song, der irgendwie in jeder Musikgattung klingt. Klar, tolle Countrysongs gibts in Legion - so wie ihn...wenige: ein, zwei Dolly Parton Songs vielleicht - I Will Always Love You und Jolene. Gibt es einen, nur einen Countrysong, den Du in Deinen Ohren überall hin mitnehmen wirst, dann ist es er. Er ist eine ganze Konzerthalle.